Warum fällt es uns so schwer, umweltbewusst zu leben? Fünf Strategien und Tipps zur Eigenmotivation

Liebe PELY® Alltagshelden,

es ist ja nicht so, dass wir es nicht wüssten: Müll sollte nach Papier, Plastik, Glas, Bio-Abfall und Restmüll getrennt werden; für den Kaffee (und die Umwelt) ist ein Mehrwegbecher besser als ein To-go-Becher; und Lichter anzulassen, frisst unnötig Strom. Aber – mal Hand aufs Herz – wer schafft es, immer im Sinne der Umwelt zu handeln und zu konsumieren?
Der Stellenwert von Umwelt- und Klimaschutz ist in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Aber, laut der Ergebnisse einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) aus dem Jahre 2018, ist die Mehrheit der Deutschen der Ansicht, dass relevante Akteure aus der Wirtschaft und Politik noch nicht genug für den Umwelt- und Klimaschutz tun – und sieht dabei auch das eigene Engagement kritisch.

Auch, wenn der Wille und die Einstellung da sind, …

… haben manchmal andere Dinge Priorität im Leben.
Dann bestellen wir beim Asia-Lieferservice unser Abendessen, weil wir zu müde zum Kochen sind – und nehmen den Berg Verpackungsmüll in Kauf. Dann steigen wir nicht auf das Rad, sondern auch für kurze Wege in das Auto und wir kaufen in Plastik eingepackte Salatköpfe im Supermarkt anstatt der losen Variante auf dem Wochenmarkt.

Warum ist das so? Dahinter kann unter anderem die Macht der Gewohnheit stecken. Wenn man sein ganzes Leben lang Fleisch isst oder immer in dem Supermarkt nebenan einkauft, wo alles verpackt ist, dann muss man konkret handeln und sich umstellen. Das gelingt manchmal nicht von heute auf morgen – vor allem, wenn die Mehrheit sich noch anders verhält. Was auch noch dazu kommt: Studien aus der Psychologie zeigen, dass es viel einfacher ist, auf etwas zu reagieren, bei dem wir die positiven oder negativen Folgen unseres Handelns direkt spüren. Zum Beispiel, wenn wir bei einer Radarfalle zu schnell fahren und direkt die Quittung bekommen“, sagt die Umweltpsychologin Ellen Matthies in einem interessanten Interview auf jetzt.de.

Die Folgen des Klimawandels und die Zerstörung der Umwelt sind in vielen Teilen der Erde noch nicht so sichtbar und spürbar, dass sie uns im Alltag auffallen. Deswegen ist die Motivation vermutlich nicht immer so hoch, dass man sein Verhalten den ganzen Tag über hinterfragt.
Natürlich wäre es auch auf die Dauer anstrengend, wenn man versucht, laufend perfekt zu sein. Und es ist auch tatsächlich nicht immer möglich – aber kleine Schritte führen ja bekanntlich zum Ziel und was immer hilft: die Freude daran. Deswegen haben wir ein paar Inspirationen für Euch, wie ein umweltbewusstes Leben einfacher gelingen kann und vielleicht sogar Spaß macht.

Fünf Tipps für den leichteren Umgang mit dem Umweltbewusstsein:

  1. Versucht nicht, alles auf einmal richtig oder besser im Sinne der Umwelt zu machen. Fangt mit dem an, was Euch leichtfällt: Den Müll noch konsequenter trennen, etwas kürzer duschen, auf dem Wochenmarkt mit dem selbst mitgebrachten Beutel einkaufen gehen und öfter mal auf das Rad steigen.
  2. Probiert doch mal eine kleine Challenge aus. Vielleicht macht es Euch sogar Spaß, dafür ein paar Freunde zu gewinnen oder auf Social Media darüber zu berichten. Die Challenge könnte sein: „Ich kaufe einen Monat nur regionale Lebensmittel ein.“
    Danach könnt Ihr Bilanz ziehen, wo es Euch schwer- oder leichtgefallen ist; wo Ihr ab heute anders handeln wollt und was Ihr auf Dauer umstellen könnt. Also, zum Beispiel: Obst und Gemüse kann ich auf dem Markt kaufen. Für den Kaffee-to-go nutze ich einen Mehrwegbecher. Aber meine Hafermilch kaufe ich noch im Tetra Pak, weil es mir gerade zu umständlich ist, sie selbst herzustellen.
  3. Beobachtet, welcher Vorteil für Euch entstehen könnte, wenn Ihr im Sinne der Umwelt handelt und konsumiert.
    Kann es vielleicht stressfreier sein, den Urlaub in der gewohnten Klima- und Zeitzone zu verbringen und keine weiten Anreisen mit dem Flugzeug zu haben? Schmeckt Euch ein Bio-Ei besser als ein Ei aus Massentierhaltung?
  4. Schaut, wie Ihr Euch fühlt, wenn Ihr Zeit in der Natur verbringt und es genießen sowie schätzen könnt, dass sie intakt und sauber ist – und nirgendwo Müll herumliegt. Und freut Euch, dass Ihr etwas zurückgeben könnt, wenn Ihr Euch der Natur gegenüber respektvoll verhaltet.
  5. Schaut nicht zu sehr darauf, was die anderen machen. Nach dem Motto: „Mein Nachbar bringt nie etwas zum Altpapier-Container, wieso sollte ich das machen?“
    Es geht darum, dass man bei sich selbst anfängt und dann andere inspiriert. Und dann ist es auch nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man umweltbewusst lebt.

 

Welche Handlungen vollzieht Ihr in Eurem Alltag bewusst umweltschonend?
Kommentiert sie hier unter diesem Beitrag und inspiriert damit andere Alltagshelden mit Euren Taten!
Euer PELY® Team

 

Links*:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit:
https://www.bmu.de/pressemitteilung/umweltbewusstseinsstudie-2018-bevoelkerung-erwartet-mehr-umwelt-und-klimaschutz-von-allen-akteuren/

jetzt:
https://www.jetzt.de/umwelt/klimaschutz-warum-faellt-umweltbewusstes-leben-vielen-so-schwer

*Die enthaltenen Links sind keine werblichen Links.

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