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Andrea & Hannes: Ökologisch bauen – Das ist unser „Place to be“!

Andrea und Hannes aus Österreich haben den Blog „Place to be“ ins Leben gerufen. Sie dokumentieren hier, wie sie ihr eigenes Ökohaus mit ressourcenschonenden Baustoffen bauen. Mit ihrem Blog leisten sie echte Pionierarbeit, indem sie Insiderwissen über den ökologischen Hausbau für die Öffentlichkeit zugänglich machen.

Liebe Andrea, lieber Hannes, wir freuen uns auf Euer PELY® Alltagshelden-Interview und bedanken uns bei Andrea, die uns alle Fragen beantwortet hat. Liebe Andrea, stell‘ Euch gerne kurz einmal vor…

Andrea & Hannes: >> Hallo, mein Name ist Andrea, ich bin 29, freischaffende Illustratorin und studiere in Linz Kunst- und Kulturwissenschaften. Gemeinsam mit meinem Freund Hannes bin ich Teil eines Kreativstudios in Linz. Vor ca. zwei Jahren haben wir damit begonnen, uns mit dem Thema ökologisches Bauen auseinanderzusetzen. Vor einigen Monaten sind wir in unser Ökohäuschen eingezogen.“

Wie sieht Euer Alltag aktuell aus?

Andrea & Hannes: >> Unser Alltag läuft wenig routiniert ab. Das letzte Jahr war etwas turbulent, denn ein Hausbau hat es doch ganz schön in sich. Täglich steht jedoch ein langer Spaziergang mit unseren beiden Hunden auf der Tagesordnung. Meistens geht‘s dann weiter in die Kreativschmiede oder zur Uni.“

Was bewegt Euch zu einem „grünen“ Bewusstsein? Gab es einen speziellen Moment, der Euer Denken und Handeln verändert hat?

Andrea & Hannes: >> Ich persönlich habe mich schon lange im kleinen Bereich mit Nachhaltigkeit und Ökologie auseinandergesetzt. Ein richtiger „Sinneswandel“ kam jedoch erst mit der Entscheidung, ein Haus zu bauen. Seitdem versuchen wir beide, in nahezu allen Bereichen ein bewussteres Leben zu führen. Mit unserem Blog „Place to be“, mit dem wir noch vor Baubeginn begonnen haben, berichten wir über ökologisches Bauen. Nach unserer Meinung hat dieser Bereich einen enormen Impact auf die Umwelt. Es werden unglaublich viele Häuser neu gebaut oder saniert. Jedoch ist der Zugang zu Informationen zum ökologischen Bauen und zu Alternativen mühsam. Daher versuchen wir alles so gut wie möglich zu dokumentieren und Einblicke in unser Haus zu geben, um Menschen zu inspirieren und zu motivieren.“

Was bereitet Euch besonders viel Freude am „Green-Lifestyle“? Welchen persönlichen Vorteil seht Ihr für Euer eigenes Leben?

Andrea & Hannes: >> Ich denke, sobald man einmal begonnen hat, über sein persönliches Konsumverhalten nachzudenken, ist es nur schwer möglich, die Augen zu verschließen. Das fängt bereits bei Kleinigkeiten an, wie etwa Kosmetik, Nahrung und vielem mehr. Das sind alles Dinge, die ich meinem Körper und der Umwelt antue. Das lässt sich einfach vermeiden und außerdem spart ein bewusster Umgang mit Ressourcen sogar Geld; ich denke viel mehr darüber nach, was ich eigentlich brauche und habe dahingehend viele Gewohnheiten reduziert.“

Wo seht Ihr Eure persönlichen Herausforderungen, Euren Alltag umweltbewusst zu gestalten? Wo ist Eure Schmerzgrenze zwischen „gut für die Umwelt“ vs. „persönlichem Komfort, auf den Ihr nicht verzichten möchtet“?

Andrea & Hannes: >> Das ist nicht so leicht zu beantworten! Ich beziehe mich einfach mal auf den Bereich des Hausbaus. Für gewisse Produkte gibt es oft einfach keine Alternativen oder diese sind nicht sofort im Baumarkt verfügbar. Ich glaube das Wichtigste ist, sich immer wieder folgende Frage zu stellen: „Warum nicht einfach noch eine Woche warten und dafür ein für die Natur vertretbares Produkt verwenden?
Das ist oft nicht einfach in einer „heißen“ Bauphase, wo gefühlt jeder Tag zählt. Man sollte sich jedoch die Zeit nehmen und Kaufentscheidungen bewusst treffen. Wir sind auch nicht perfekt und haben uns im Nachhinein über den einen oder anderen Entschluss geärgert.“

Charlott von PELY®Das waren wichtige Erfahrungen. Jetzt sind wir neugierig. Welche Situation gab es, die Euch besonders geärgert hat?

Andrea & Hannes: >> Damit der Ofen rechtzeitig gesetzt werden konnte, brauchten wir die Wand. Natürlich wären Lehmziegel die erste Wahl gewesen, jedoch sind diese in der Umgebung nicht zu bekommen. In einem klassischen Baumarkt bekommt man nur Tonziegel, die aus ökologischer Sicht nicht gut sind, da durch das Brennen der Ziegel enorm viel Energie aufgebracht werden muss. Im Nachhinein hätten wir den Termin für den Ofen verschieben sollen, um auf die Lehmziegel zu warten. Lehmziegel haben auch eine super Funktion, denn sie regulieren das Raumklima und sind ein ökologisch tolles Produkt.“

Charlott von PELY®: Wir finden Euren Kamin wirklich schön! Wie habt Ihr den ökologisch gebaut? Warum habt ihr Euch dafür entschieden?

Andrea & Hannes: >> Die Kacheln des Kamins wurden wie früher alle in Handarbeit von einem regionalen Unternehmen gefertigt. Das ist heutzutage eher selten, weil meistens mit Fliesen gearbeitet wird. Ein Kachelofen in unserer Art ist CO2-neutral. Es ist aktuell das einzige Heizsystem, das im Winter in Verwendung ist. Für die Zukunft wollen wir jedoch auch die Sonnenenergie nutzen und haben daher eine Fußbodenheizung verlegt.“

Was ist Euer Lieblingsstück, also Euer persönliches „Green-Gadget“?

Andrea & Hannes: >> Mir gefällt unser Sonnenglas (Gartenlampe). Das kann einfach mit Solarenergie aufgeladen werden, wurde fair in Afrika produziert und ist mein täglicher Begleiter, wenn ich abends ins Bett spaziere. Es ist im Sommer eine tolle Lichtquelle auf der Terrasse.
Hannes findet seine „FREITAG“-Tasche ziemlich top, die nicht nur sehr robust, sondern auch ein Upcyclingprodukt aus alten LKW-Planen ist.“

Wie läuft die Müllentsorgung bei Euch ab? Wählt Ihr Eure Produkte zum Entsorgen von Müll bewusst aus? Was benutzt Ihr selbst (und warum)?

Andrea & Hannes: >> Rückblickend auf das letzte Jahr haben wir mit der Baustelle viel Müll produziert, so ehrlich muss ich sein. Ein „Zero-Waste-Hausbau“ ist ein Ding des Unmöglichen. Für unseren Biomüll verwenden wir eine „Wurmkiste“ und im Frühjahr wollen wir uns einen Komposter für draußen bauen. Aktuell entsorgen wir den restlichen Bio- und Restmüll in abbaubaren Säcken, solche verwenden wir auch zum Gassi gehen. Allgemein versuchen wir, bewusster einzukaufen: Gemüse vom Markt, weniger Kunststoff usw. Wichtig ist es, den Weg Schritt für Schritt zu beschreiten.“

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Wo holt Ihr Euch Eure Inspiration für Euer „grünes“ Bewusstsein (Online-Blogs, Gespräche unter Freunden, inspirierende Persönlichkeiten)?

Andrea & Hannes: >> Hannes hat sich der Thematik „Bauen“ verschrieben. Er liest und recherchiert viel. Ich bin dann mit ins Boot gehüpft. Für einen nachhaltigen Lebensstil finde ich persönlich viel Inspiration über Blogs, Instagram und Vorträge. Ich besuche auch gerne jährlich die „Wear Fair“ in Linz. Meine Augen und Ohren halte ich immer offen. 🙂 “

Vielen Dank für das tolle Paarinterview an Andrea und Hannes. Ihr seid wahrhaftige Alltagshelden mit Eurem Mammutprojekt!

Wenn Ihr Fragen an die beiden habt, kommentiert einfach unter diesen Beitrag!

Links*:

Place to be-Blog:
https://www.place-to-be.at/

Instagram-Profil:
https://www.instagram.com/ourplacetobe/

Bildnachweise: eigene Fotos von Andrea & Hannes

*Die enthaltenen Links sind keine werblichen Links.

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