Andy Haensch steht hinter dem Tresen der Anmutbar in Güstrow. Der stilvoll eingerichtete Barbereich ist mit Gläsern, Flaschen und floralen Elementen dekoriert. Auf dem Tresen stehen eine Tasse mit Untertasse und ein farbenfroher Cocktail, garniert mit Blüten. Im Hintergrund spiegeln sich Details des Raums in einem großen Wandspiegel. Die Atmosphäre wirkt einladend, gemütlich und geschmackvoll – eine Mischung aus Café und Bar.
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Andy Haensch im Aussenbereich der Anmutbar in Güstrow. Er beugt sich vor und leert einen weissen Muelleimer in einen offenen schwarzen Pely Profi Müllsack auf dem Boden. Neben ihm Deckel und Ersatzmuellbeutel. Links im Bild ein blauer Vintage-Sessel. Im Hintergrund gruene Buesche, Weg und Gebaeude der Anmutbar.
Andy Haensch steht im Aussenbereich der Anmutbar in Güstrow und posiert lachend mit einem schwarzen Pely Profi Müllsack, den er in der rechten Hand hochhält. Mit der linken Hand macht er eine Muskelpose. Im Hintergrund grüne Büsche, Gebäude der Anmutbar und Kopfsteinpflasterweg. Links im Bild ein blauer Vintage-Sessel und weisser Mülleimer mit weiterem Müllbeutel darauf.
Gemütlich gestalteter Außenbereich der Anmutbar in Güstrow. Holzterrasse mit kleinen runden Metalltischen und Stühlen, teils mit pinken Kissen. Mehrere Liegestühle mit Anmutbar-Logo, blühende Blumen in Töpfen. Am Geländer ein altes, bepflanztes Vintage-Fahrrad als Dekoration. Im Hintergrund Blick auf das historische Amtsgericht und weitere Altbauten von Güstrow. Begrünte Uferböschung und Himmel mit Wolken.

Alltagsheld Andy Haensch: „Upcycling ist mein Handwerk – aus Müll entstehen Möbel mit Geschichte. Ein neues Zuhause finden sie in der Anmut.Bar Güstrow.“

Lernt heute Alltagheld Andy Haensch kennen, passionierter Upcycler und Besitzer der „Anmut.Bar Güstrow“.

Zwischen Mülltonne und Meisterwerk – AUS ALT MACH WOW. Mit dieser Haltung lebt und arbeitet Andy Hänsch. In seiner Anmut.Bar Güstrow im Herzen Mecklenburg-Vorpommern, steckt nicht nur Herzblut, sondern auch jede Menge handwerkliches Können – und eine große Portion Nachhaltigkeit. Denn so einiges, was in der Bar glänzt, war einmal etwas ganz anderes … Tische, Theke, Leuchten und Sitzmöbel sind upgecycelte Unikate, liebevoll neu erschaffen aus alten Fundstücken. Upcycling ist für Andy keine Modeerscheinung, sondern Lebensphilosophie – und eine Einladung an alle, genauer hinzusehen, was sich aus vermeintlich Ausgedientem noch machen lässt. Mit Kreativität, Werkzeug und einer klaren Haltung entsteht so ein Raum, der weit mehr ist als nur eine Bar: ein echtes Statement für Schönheit mit Geschichte.

Lieber Andy, wir freuen uns riesig, Dich als Pely® Alltagshelden kennenzulernen! Stell Dich gern selbst kurz vor – wer bist Du und was machst Du?

ANDY: >> Hallo, ich bin Andy, lebe seit 2015 in Güstrow, würde mich allerdings als Berliner bezeichnen, weil ich dort sehr lange gelebt habe und die Stadt mich ziemlich geprägt hat. 1976 kam ich in der Nähe von Magdeburg zur Welt. Seit 2020 betreibe ich als ambitioniertes Allroundtalent die Anmut.Bar in Güstrow.

Gemütlich gestaltete Terrasse der Anmutbar in Güstrow. Vor der hellen Fassade mit großen Fenstern stehen verschiedene kleine Tische und Stühle, ergänzt durch zwei rosa Liegestühle. Die Terrasse ist liebevoll mit zahlreichen Blumentöpfen und Kräutern dekoriert. Links lehnt ein altes, mit Pflanzen geschmücktes Fahrrad am Geländer. Im Vordergrund steht ein Daybed mit einer weißen Decke. Die Umgebung ist grün und ruhig, mit Blick ins Grüne – ein einladender, entspannter Ort.

Erzähl uns von Deiner Anmut.Bar – was macht sie so besonders?

ANDY: >> In der Anmut.Bar ist quasi alles selbstgemacht, das gesamte Interieur ist quasi aus Müll „aufgemöbelt“, aber auch alle Leckereien und Drinks sind liebevoll von mir zusammengestellt und selbst hergestellt. Es gibt 2 Räume, der eine heißt „Marlene“ und der andere „Dietrich“. Wer die Anmut.Bar in Güstrow (Landkreis Rostock) betritt, wird mit zahlreichen Eindrücken konfrontiert: mit goldverzierten, petrolfarbenen Wänden, antiken Möbeln, Sammeltassen und antiken Cocktailgläsern. Die Bar in einer Villa im Stadtzentrum ist eingerichtet wie ein Jugendstil-Wohnzimmer – ich habe ein Faible für die 1920er-Jahre. Es läuft Kaffeehausmusik, darunter Chansons von Édith Piaf und Marlene Dietrich. Alles fügt sich so harmonisch zusammen wie die Früchte, die in der Creme des Birnen-Lavendel-Schmand-Kuchens versinken. „Verweile doch, es ist so schön“, steht auf einem Schild am Eingang – und besser lässt es sich kaum ausdrücken.

Innenraum der Anmutbar in Güstrow mit gemütlichem, vintage-inspiriertem Mobiliar. Im Vordergrund steht ein runder Holztisch mit einer blauen Tasse Cappuccino und einem dekorativen Cocktail mit Blüten. Die Sitzecke ist mit stilvollen Sesseln und Sofas in verschiedenen Stoffen und Mustern ausgestattet. Auf den Tischen stehen Kerzenhalter und Vasen mit Trockenblumen. Die Atmosphäre wirkt ruhig, charmant und einladend – ideal für entspannte Gespräche oder eine kreative Auszeit.
„Stillleben im Café Anmutbar in Güstrow: Antiker hölzerner Sekretär mit offenem Gästebuch und Kugelschreiber. Auf der oberen Ablage alte grüne und rote Bücher, ein Gestell mit Reagenzgläsern, ein getrockneter Blumenstrauß und ein grauer Seifenspender. Dahinter helle Wand und Holzstuhl mit gepolsterter Sitzfläche
Egal, wo man hinguckt, es gibt etwas zu entdecken. Hier seht Ihr zum Beispiel auch ein Regal, in dem die Gäste Bücher tauschen können:
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Oder ein altes Nähschränkchen, das ich auf einem Sperrmüllhaufen in einer Straße um die Ecke gefunden habe – es war damals in „Buche“-Farbe, ich habe es dann gestrichen, Stoff eingezogen, neue Knaufe montiert und jetzt präsentiert es unsere Frühstücksmenükarte und unsere Anmut.Bar-Gutscheine:

Wie würdest Du Deine „Anmut.Bar“ jemandem beschreiben, der sie noch nie gesehen hat – in drei Worten?

ANDY: >> anmutig – tiefgründig – kreativ

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Wie lange hat es gedauert, bis aus den Räumen die Anmut.Bar Güstrow wurde wie sie jetzt ist?

ANDY: >> Tatsächlich hat es über zwei Jahre gedauert, gepaart mit der Coronapandemie gleich am Anfang. Die Richtung war klar definiert, leider aber sehr kurvenreich.

Du bist Heim- und Handwerker durch und durch – und Upcycling ist für Dich mehr als nur ein Trend. Was bedeutet es für Dich ganz persönlich, aus alten Dingen etwas Neues zu erschaffen?

ANDY: >> Die Prägezeit lag bereits in meiner Kindheit. Mein Großvater war Tischler und hat mir beigebracht, wie ich mit alten Materialien – vorrangig Holz – Möbelstücke reparieren und neue Dinge kreativ herstellen kann.

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Gibt es ein Lieblingsstück oder ein besonderes Objekt in der Bar, das eine besondere Geschichte hat?

ANDY: >> Tatsächlich, ein alter Küchentisch, der jetzt im Gastraum „Marlene“ steht. Den habe ich über Umwege in Berlin-Kreuzberg bekommen. Dieser wurde bei der Flucht im Zweiten Weltkrieg von der damaligen Familie mitgenommen, ist dann in Berlin gelandet und steht nun an der Bar und lädt auch unsere Gäste ein, kreativ zu sein – bei einem genussvollen Kaffee können sie selbst auf kleinen Leinwänden malen.

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Was war das kurioseste Teil, das in der Anmut.Bar wiederverwendet wurde – und wo findet man es?

ANDY: >> Meine alte Schreibmaschine aus den 1920er-Jahren. Damit schreibe ich mein Veranstaltungsprogramm, und sie steht für jeden Gast sichtbar im Wintergarten.

Blick auf die Fensterecke im Café Anmutbar in Güstrow. Im Vordergrund eine alte schwarze Schreibmaschine auf einem kleinen schwarzen Schrank, darauf ein Blatt mit getipptem Text. An der holzverkleideten Wand zwei Schilder: Infos zu Wohnzimmerkino und Frühstückszeiten. Hängende grüne Pflanze im Fenster, draußen Blick ins Grüne mit altem gemauertem Pflanzgefäß. Rechts Stuhl mit pinkem Kissen.

Gab es einen Moment, der Dich geprägt hat – der Dir gezeigt hat, dass Du Deinen Weg mit Nachhaltigkeit und Handwerk konsequent gehen willst?

ANDY: >> Kaufe dir einen neuen Holzstuhl mit Federkern – der kostet um die 200 bis 300 €. Und nun nimm denselben Stuhl, der nur 100 Jahre älter ist. Mit ein paar kreativen Arbeitsschritten, etwas Zeit und Spaß ist dieser wieder aufgearbeitet. Deswegen nutze ich die alten Ressourcen.

Andy Haensch sitzt entspannt in einem rot-weiß gestreiften Vintage-Sessel im Café Anmutbar in Güstrow. Er trägt einen grauen Strickpullover und hellblaue Hose. Links im Bild ein blauer Retro-Sessel. Im Hintergrund hohe Fenster mit Sprossen, Spiegelwand und dekorativ gestaltete Wand in Dunkelblau und Creme.

Upcycling ist Handwerk, aber auch Haltung. Was ist Dir wichtig bei der Auswahl von Projekten?

ANDY: >> Vor einigen Jahren habe ich alte Deckenbalken eines Hauses in Güstrow, das abgerissen wurde, bekommen. Daraus habe ich einen Bartisch und einen Wohnzimmertisch gemacht. Beide Stücke stehen im Raum „Dietrich“. Die Kunst bei der Verarbeitung von Materialien ist für mich, diese nicht zu stark zu verändern. Natürlich muss die Funktion gewährleistet sein, aber der Charakter und Charme dürfen nicht verloren gehen. Ich bin kein Freund von zu starkem Überstreichen.

Welche Materialien oder Fundstücke machen Dir beim Upcycling besonders Spaß – und warum?

ANDY: >> Holz in jeglicher Form, Herkunft, Farbe und Geruch.

Blick in die stilvoll eingerichteten Räume des Cafés Anmutbar in Güstrow. Im Vordergrund ein dunkler Holztisch mit Glas und Blumenvasen. An der blauen Wand ein Spiegel und alte Kinosessel. Durch eine breite Wandöffnung sichtbar: weiterer Raum mit rot-weiß gestreiften Vintage-Sesseln, blauen Sesseln, Wandbildern und einer historischen Sprossenfensterfront. Über dem Durchgang hängt ein alter Basketballkorb.

Was würdest Du jemandem sagen, der glaubt: ‚Das lohnt sich doch nicht – neu kaufen ist einfacher‘?

ANDY: >> Ein Zitat von George Bernard Shaw: „Die Vorstellungskraft ist der Anfang der Schöpfung. Man stellt sich vor, was man will – man will, was man sich vorstellt – und am Ende erschafft man, was man will.“

Wer oder was inspiriert Dich beim Einrichten, Bauen, Gestalten? Gibt es Vorbilder, Orte, Designs?

ANDY: >> Ich liebe die 20er-Jahre, gepaart mit Steampunk und Industrial Design. In meinem Kopf sind so viele Ideen – ich habe gar nicht die Zeit, sie alle umzusetzen.

Gemütliche Sitzecke im Café Anmutbar in Güstrow. Roter Ohrensessel und passendes Sofa mit rot-weißem Streifenmuster. Davor kleiner dunkler Holztisch mit Kerze. An der dunkelblauen Wand ein vergoldeter leerer Bilderrahmen, darin zwei kleine Bücherregale. Daneben Bücherregal mit alten Lederbällen und Büchern, abstraktes Gemälde, alte Fotografie und dekorative Lampen. Verspieltes, vintage-inspiriertes Interieur.

Wie reagieren Deine Gäste auf den Gedanken, dass fast alles hier mal „Müll“ war?

ANDY: >> Sie sind wie Kinder und hören gespannt zu, wenn sie die Geschichten zu den jeweiligen „Müllstücken“ erfahren.

Wie wichtig ist Dir das Miteinander in der Bar – sind Begegnungen Teil des Konzepts? Was macht die Anmut.Bar für Dich zu mehr als nur einem “Ort zum Trinken” – ist sie auch Treffpunkt, Denkraum oder Wohnzimmer?

ANDY: >> Anmut.Bar – ein genussvoller Platz zum Innehalten nahe dem Dom, in einem historischen Gebäude des Jugendstils. Wie schon das Bauwerk Teil eines anmutigen Gesellschaftsentwurfs war, folgt die Anmut.Bar dem Anspruch, ein Ort für tiefgründige, künstlerische und kreative Ausdrucksformen zu sein. Das ist die ungefähre Beschreibung der Räumlichkeiten auf einer Tourismus-Seite – und das trifft es. Und das beschreibt die Menschen, die hier einkehren. Neben unseren gastronomischen Angeboten, bieten wir auch Kulturprogramm mit Künstlern, die singen oder auch ihre gestaltende Kunst zeigen, sowie kultige Kinoabende jede Woche an. Das bringt Gleichgesinnte zusammen. 🙂

Was ist Dein aktuelles Upcycling-Projekt?

ANDY: >> Vier alte Holzstühle mit Federkern habe ich vor Kurzem geschenkt bekommen. Die habe ich frisch verleimt, gebeizt und die Sitzflächen mit einem neuen Stoffbezug versehen, den ich noch liegen hatte.

Für Andy ist klar: Wer Altes neu erschaffen will, braucht Produkte, auf die man sich verlassen kann. Andy hat die Pely® Profi-Müllsäcke fest bei seinen Upcyclings im Einsatz.

ANDY: >> „Wenn ich etwas anpacke – sei’s beim Schleifen, Sägen oder Restaurieren – muss ich mich auf mein Werkzeug verlassen können. Das gilt auch für den Müllsack. Mein Prädikat: vom Handwerk geprüft.“

Andy Haensch im Aussenbereich der Anmutbar in Güstrow. Er beugt sich vor und leert einen weissen Muelleimer in einen offenen schwarzen Pely Profi Müllsack auf dem Boden. Neben ihm Deckel und Ersatzmuellbeutel. Links im Bild ein blauer Vintage-Sessel. Im Hintergrund gruene Buesche, Weg und Gebaeude der Anmutbar.

Und so sehen die neu gepolsterten Stühle in der Anmut.Bar aus:

Zwei restaurierte Vintage-Sessel mit blauer Polsterung in der Anmutbar in Güstrow. Dazwischen kleiner Holztisch auf schwarzem Metallgestell, darauf Glasvase mit frischen Blumen, Drahtkorb und Buch. Im Hintergrund große Spiegelwand mit Sprossenoptik, darunter helles Wandpaneel und dunkle blaue Wandgestaltung

Andy, herzlichen Dank für das inspirierende Gespräch! 🤍
Dein Gespür für Materialien, Deine Liebe zum Detail und Deine Haltung, Altem neues Leben einzuhauchen, haben uns tief beeindruckt. Die Anmut.Bar ist nicht nur ein Ort zum Verweilen, sondern auch ein Statement für Nachhaltigkeit, Kreativität und echtes Handwerk. Wer durch Güstrow kommt, sollte unbedingt vorbeischauen – am besten mit offenen Augen und einem Sinn für das Schöne im Unscheinbaren. Wir freuen uns auf alles, was noch kommt – bleib wie Du bist: ein echter Alltagsheld mit Anmut und Anspruch.
Weiter so!

Habt Ihr Fragen an Andy oder möchtet Ihr Eure Meinung zu diesem Interview mitteilen?

Dann hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag!

 

Links*:

Webseite: https://www.anmut.bar/

Instagram Profil: https://www.instagram.com/anmut.bar/

Bildnachweise: eigene Fotos von Andy Haensch

*Die enthaltenen Links sind keine werblichen Links.

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